Fake: Sanktionen gegen russische Banken verschlechtern Investitionsklima in der Ukraine

Die von der Ukraine verhängten Sanktionen gegen fünf russische Banken haben zu einer Flut von Desinformationen und Fakes in russischen Medien geführt. Die Medien warnen die Ukraine davor, dass sie sich mit diesem Schritt selbst in den Fuß schießen würde, da die Ukraine sich ihrer eigenen Investitionsmöglichkeiten berauben würde.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS behauptet, dass dieser Schritt ein großer Verlust für die Ukraine sei, da russische Banken die Hauptinvestoren in der ukrainischen Wirtschaft wären.

Screenshot tass.ru

Die Zeitung Kommersant schreibt, dass russische Banken mehr als 10% des Finanzmarktes der Ukraine bilden, die Sanktionen würden negative Auswirkungen auf Unternehmen in der Ukraine haben und werde schließlich Panik unter Anlegern verbreiten.

RIA Novosti behauptet auch, dass diese Sanktionen hauptsächlich die Ukraine verletzen werde.

Russia Today, Мoskovski Komsomol, der Fernsehsender des russischen Verteidigungsministeriums Zvezda, LIFE.ru und andere.

Screenshot bank.gov.ua

Geht man nach der Nationalbank der Ukraine bilden russische Banken aber nur 8.8% des ukrainischen Finanzdienstleistungsmarktes, in den letzten drei Jahren ist die Zahl der Filialen der sanktionierten Banken dabei um fast die Hälfte (42%) geschrumpft.

Alle fünf, mit Sanktionen belegten, russischen Banken sind Tochtergesellschaften von drei staatlichen russischen Banken, der Sberbank, VTB und Prominvestbank.

Die Sanktionen zielen darauf ab, die Kapitalflucht von ukrainischen Tochtergesellschaften der Banken zurück nach Russland und ins Ausland zu stoppen. Die Sanktionen sind eine Gegenmaßnahme der Kiewer Regierung, die sich gegen die russische Unterstützung der Separatisten im Osten des Landes richtet.

Скриншот sberbank.ua

Die Banken selbst scheinen nicht in Panik zu geraten, ganz im Gegenteil. Sberbank zum Beispiel sagte in einer Erklärung, dass die Sanktionen nichts mit den kommerziellen Aktivitäten der Bank zu tun habe und die Interessen der Kunden nicht beeinflussen werde.

Der Präsident von VTB Konstantin Vaisman hat mittlerweile darauf hingewiesen, dass keine russische Bank die Ukraine in den letzten Jahren verlassen hat, ganz umgekehrt, sie erweitern ihre operativen Tätigkeiten.