Mariupol und Kramatorsk, einer der zwei größten Städte in der Region Donbas werden innerhalb eines Monats ohne Wasser sein, erklärte die russische Webseite Ukraina.ru. Die Wasseraufbereitungsanlagen der Region, Kramatorkiy Vodokanal und Voda Donbasa, hätten kein Chlor mehr für die Reinigung und Desinfektion von Wasser, was dazu führen wird, dass das Wasser in Zukunft komplett abgeschnitten wird, warnt Ukraina.ru.

Screenshot Ukraina.ru

Screenshot Ukraina.ru

Der Versorger „Voda Donbasa“ räumt ein, dass das Unternehmen momentan einen Mangel an Chlor hat, versichert aber gleichzeitig, dass es keine Wassersperren geben werde.

Screenshot Seite „Voda Donbas“

Das Wasseruntenehmen Kramatorskiy Vodokanal kündigte auch an, dass es genügend Chlorreserven hat, um eine ununterbrochene Wasserversorgung zu gewährleisten. Zudem werde es weitere Chlorlieferungen aus Europa erhalten.

Screenshot Seit UkrInform

Die Möglichkeit, die Wasserversorgung in der Ukraine abzuschalten, ergab sich nachdem dem Hauptchlorproduzenten in der Ukraine, die Firma DniproAzot des Oligarchen Ihor Kolomoisky die Produktion eingestellt hatte. Das Unternehmen lehnte es ab, neue höhere Gaspreise zu zahlen, wobei Gas zur Herstellung von Chlor verwendet wird. Am 20. Juli gab das Unternehmen jedoch die Wiederaufnahme der Chlorproduktion bekannt.

Screenshot Seite „DniproAsot“

Olha Babij, Vizepräsidentin der ukrainischen Vereinigung der Wasserversorger, sagte, die Ukraine importiere auch zusätzlich Chlor aus Rumänien, Polen, der Slowakei und Usbekistan um der Situation zu begegnen.