Fake: Tillerson nennt Bedingungen, unter denen Krim-Annexion anerkannt werden würde

Russische Medien manipulierten Aussagen von Rex Tillerson, dem designierten US-Außenminister während seiner Befragung vor dem US-Senat. Es wird dabei behauptet, dass Tillerson die Bedingungen genannt habe, unter denen Amerika bereit sein würde, die Krim als russisches Territorium anzuerkennen.

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Die russische Nachrichtenagentur TASS erklärt, dass Tillerson die Bedingungen genannt hat, unter denen die Krim als Teil Russlands anerkannt werden würde. Zusätzlich bemühte sich die russische Seite Lenta.ru darum zu folgen und zu erklären, dass Tillerson diese Bedingungen bereits „geklärt“ habe. Beide Agenturen ignorierten dabei aber komplett die Tatsache, dass Tillerson selbst die Annexion der Krim als illegal ansieht und festhält, dass die Souveränität der Ukraine verletzt wurde.

Tillerson schilderte in seiner Anhörung vor dem Senat keinerlei Bedingungen für eine solche Anerkennung. Im Gegenteil, er sagte, dass Russland keinerlei Recht habe und hatte, die Krim völkerrechtswidrig zu besetzten und dass eine schwache Antwort seitens der USA Moskau ermuntere sein Verhalten fortzusetzen.

Was wurde also von den Medien als Ausgangsmaterial verwendet? Es geht auf eine Rückfrage des Senator Rob Portman zurück. Dieser fragte in der Anhörung nach, ob die Vereinigten Staaten die Annexion der Krim genauso niemals anerkennen würden, wie sie früher auch nicht die sowjetische Besetzung über das Baltikum anerkannt hätten, antwortete Tillerson: „Der einzige Weg, der jemals passieren könnte, wäre eine umfassende größere Vereinbarung, die für ukrainische Volk zufriedenstellend wäre. Solange diese Übereinkunft abwesend ist, werden wir die Annexion niemals anerkennen“.

RIA Novosti, der Fernsehsender des russischen Verteidigungsministerium Zvezda, die Zeitung Vzglyad, TASS, Vedomosti, Lenta.ru, Interfax und viele andere russische Medien verbreiteten diese Fälschung.

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Rex Tillerson gab mehrere Erklärungen zu Russland während seiner Anhörung ab und stellte fest, dass Russland eine Gefahr für die USA darstelle und für seine Handlungen verantwortlich gemacht werden solle. US-Medien waren im Allgemeinen sehr kritisch gegenüber Tillersons Auftritt vor dem Senatsausschuss, vor allem sein Unwillen Putin als „Kriegsverbrecher“ zu bezeichnen, brachte ihn bei republikanischen Falken als auch bei Medien negative und besorgte Bemerkungen. Viele Mitglieder des Kongresses, darunter McCain sind weiterhin besorgt über seine offensichtlichen engen wirtschaftlichen Verflechtungen mit der russischen Führung. Vor allem die Möglichkeit die verhängten Sanktionen gegen Russland aufzuheben und davon persönlich wirtschaftlich zu profitieren, beunruhigt Politiker und Öffentlichkeit.