Die Pro-Kreml-Medien verbreiteten diese Woche Geschichten, in denen sie behaupteten, dass eine US-Delegation, die die Krim besuchte, ihre Besorgnis über die Aktionen der NATO im Schwarzen Meer zum Ausdruck gebracht und damit die Ansichten der internationalen Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht habe.

Bruce Gagnon, einer der Organisatoren der Delegationsreise auf die von der Russischen Föderation annektierte Krim, besuchte auch Moskau und St. Petersburg. Gagnon, der die Präsenz der NATO im Schwarzen Meer kritisierte, ist berühmt-bekannt dafür, solche Erklärungen abzugeben. Einige seiner früheren Erklärungen umfasste u.a. z.B. die Bezeichnung der Maidan-Revolution 2014 als einen von den USA gesponserten Putsch und die Behauptung, dass die tragischen Ereignisse vom 2. Mai 2014 in Odessa, bei denen fast 50 Menschen bei Zusammenstößen pro-russischer und pro-ukrainischer Gruppen starben, von ukrainischen Nazis begangen wurden.

Website Ukraina.ru

Website Ria.ru

Wie bei früheren so genannten internationalen Delegationen, die die Krim besuchten, ist diese amerikanische Gruppe keine offizielle Delegation, sondern nur eine kleine Gruppe von Privatpersonen, die weder ein Land, noch eine Regierung oder eine internationale Organisation vertreten.

Bruce Gagnon, der sich als politischer Aktivist bezeichnet, ist der Koordinator des Global Network Against Weapons & Nuclear Power in Space. Russische Medien bezeichnen ihn als den Leiter der amerikanischen Delegation auf der Krim.

Gagnon kritisierte die Präsenz der NATO im Schwarzen Meer und sagte, dass sich die USA allmählich von zahlreichen Verträgen mit Russland lösen. „Das ist eine sehr gefährliche Arroganz. Wir sehen die Vereinigten Staaten, die erklären, dass sie die Welt und den Weltraum beherrschen wollen“, sagte Gagnon.

Zusätzlich marschierten Gagnon und seine Gefährten bei der Maifeierparade in der Hauptstadt der besetzten Krim Simferopol mit einem Banner mit der AufschriftNein zur NATO. Schütze den Weltraum für den Frieden“.

Gagnon and his companions marched in the May Day parade in the capital of occupied Crimea Simferopol carrying a banner reading “No to NATO. Keep space for peace”. Neben seinem Unmut über die NATO erklärte Gagnon auch, dass die Bewohner der Krim glückliche Menschen seien, weil sie das bekamen, wofür sie im Referendum über die Krim-Annexion gestimmt hatten, dass die USA Russland verteufelten und dass die Sanktionen der USA gegen Russland und die Krim aufgehoben werden sollten.

Neben seinen Ansichten über die Ukraine, die mit der Kreml-Linie übereinstimmen, ist Gagnon auch für seine Überzeugung bekannt, dass die USA einen Krieg im Weltraum vorbereiten, dass die Terroranschläge vom 11. September von der amerikanischen Regierung und anderen verschiedenen Weltverschwörungen organisiert wurden.

Website opednews.com

Screenshot @Bruce_Gagnon

In einem Blog-Post von 2015 über die Situation in der Ukraine schrieb Gagnon folgendes: „US-NATO droht Russland weiterhin mit einem immer größeren Krieg in der Ukraine. Russland wird im Grunde gesagt, dass sie den von US-NATO unterstützten Angriff im Osten der Ukraine akzeptieren müssen. Russland muss aufhören, die östlichen Selbstverteidigungskräfte zu unterstützen oder noch mehr von der Strategie der Spannungen des Westens erwarten.“

Gagnon scheint auf die Odesa-Tragödie 2014 fixiert zu sein und hat mehrere Blogbeiträge geschrieben, die ihm gewidmet sind. Er erklärt offen, dass das Feuer, das mehrere proukrainische Demonstranten und fast 50 pro-russische Demonstranten das Leben kostete, die Schuld der ukrainischen Neonazis ist, die weiterhin von der ukrainischen und der amerikanischen Regierung unterstützt werden.

StopFake hat frühere Behauptungen widerlegt, dass Delegationen aus Deutschland, Frankreich und anderen Ländern die Krim in offizieller Funktion besucht haben.

Die US-Botschaft in der Ukraine hat eine Erklärung abgegeben, in der sie erklärt, dass die Delegation von Herrn Gagnon in keiner Weise mit der US-Regierung verbunden ist, und die Vereinigten Staaten weiterhin unbeirrt auf der Seite der Ukraine im Kampf gegen die russische Aggression stehen.