Litauen und Estland sind die einzigen beiden Länder der Europäischen Union, die bereit sind, die Beziehungen zu Russland zu „ruinieren“ und sich gegen den Kreml aussprechen, erklärten russischen Medien im Anschluss an die Erklärungen der Außenministerien der beiden baltischen Staaten, dass sie solche Pässe nicht anerkennen würden. Ein russischer Politologe nannte den Schritt einen PR-Stunt und erklärte, dass es der EU egal sei, wenn Russland Pässe an Ukrainer austeile, die unter russischer Besatzung leben.

Screenshot Ukraina.ru

Screenshot Sputnik

Am 24. April unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin ein Dekret, das es den Bewohnern der besetzten Gebiete Donezk und Luhansk im Osten der Ukraine erlaubt, russische Pässe im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens zu erhalten. Der ukrainische Außenminister Pavlo Klimkin nannte den Schritt „die Passphase der Donbas-Besetzung“, während Präsident Poroschenko sagte, dieser Schritt sei ein weiteres Zeichen russischer Aggression gegen die Ukraine.

Указ Президента Російської Федерації щодо спрощеної процедури набуття громадянства РФ громадянами України, які проживають на тимчасово окупованих територіях Донецької та Луганської областей – це чергове безпрецедентне втручання РФ у внутрішні справи незалежної держави, брутальне порушення суверенітету України та повне попрання своїх зобов’язань у рамках Мінських домовленостей. Йдеться фактично про підготовку Кремлем до наступного кроку агресії проти нашої держави – анексії українського Донбасу або створення російського анклаву в Україні.Закликаю міжнародних партнерів не допустити найгіршого сценарію, жорстко засудити деструктивні та злочинні дії російської влади, а також посилити режим міжнародних санкцій. У цьому зв’язку доручив МЗС негайно ініціювати обговорення цього питання в рамках Ради Безпеки ООН, а також інших міжнародних форматах, зокрема в ОБСЄ та ЄС.

Posted by Петро Порошенко on Wednesday, April 24, 2019

 

Trotz der Behauptungen russischer Medien, dass die EU in dieser Frage gleichgültig sei, haben die internationalen Partner der Ukraine diesen jüngsten russischen Schritt eindeutig verurteilt. Die US-Botschaft in der Ukraine bezeichnete Putins Dekret als „absurd und destabilisierend„, während der Sonderbeauftragte Kurt Volker den Schritt provokativ und gegen die Minsker Abkommen nannte. Die französische Botschafterin Isabelle Dumont sagte auch, dass der Schritt im Widerspruch zu den Abkommen stehe. Auf dem EU-Gipfel im Juni brachten die EU-Staaten ihre Unterstützung für Kiew zum Ausdruck und verurteilten gemeinsam die Aktionen Russlands.

Die russischen Medien haben praktisch vergessen zu erwähnen, dass Brüssel Gegenmaßnahmen zur Nichtanerkennung russischer Pässe vorbereitet, die im Widerspruch zu den Minsker Abkommen ausgestellt wurden. Estland hat diese Entscheidung bereits getroffen, ebenso wie Litauen und beide Länder setzen sich aktiv dafür ein, dass eine solche Nichtanerkennung zu einer offiziellen EU-Politik wird.

StopFake hat mehrere russische Fälschungen über Pässe in den besetzten Gebieten entdeckt.