Fake: London entschuldigt sich für die Durchsuchung eines Aeroflot-Flugzeugs

Russische Medien verbreiteten eine Geschichte, in der sie behaupteten, dass sich das britische Büro der International Civil Aviation Organization (ICAO) für die Durchsuchung eines russischen Aeroflot-Flugzeugs auf dem Londoner Flughafen Heathrow entschuldigt habe. RT, Sputnik, TASS, RIA Novosti, Regnum und andere russische Seiten zitieren den russischen Verkehrsminister Maxim Sokolov, der am 14. April bekannt gab, dass sich die britischen Luftfahrtbehörden für die Durchsuchung entschuldigt hätten. Eine Durchsuchung, welche die berichtenden Sender als illegale Durchsuchung bezeichnet hatten.

Website Sputnik
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Russische Medien waren die einzigen, die über diese angebliche Entschuldigung berichteten, keine westliche Nachrichtenagentur berichtete darüber.

StopFake hat die International Civil Aviation Organization angeschrieben, ob sich das genannte Büro tatsächlich bei Aeroflot und dabei auch bei Russland entschuldigt habe.

In einer E-Mail-Antwort sagte die ICAO-Kommunikationsabteilung, dass die staatlichen Luftfahrtbehörden nicht unter der Ägide der ICAO, sondern unter der Souveränität der ICAO-Mitglieder der einzelnen Länder operieren, daher ist diese UNO-Agentur nicht in der Lage, sich für einen operativen Zwischenfall zu entschuldigen.

 

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Die britische Regierung sagte, die durchgeführte Durchsuchung sei eine Routine-Maßnahme gewesen. Der britische Sicherheitsminister Ben Wallace sagte, es sei „Routine für Border Force, Flugzeuge zu durchsuchen, um das Vereinigte Königreich vor organisierter Kriminalität zu schützen und vor denen, die versuchen, Schadstoffe wie Drogen oder Schusswaffen ins Land zu bringen”.

Die Suche dauerte etwa drei Minuten; die Beamten der Grenztruppe dankten dem Kapitän beim Verlassen.

Früher hatte der russische Transportminister Sokolov angekündigt, dass solche Durchsuchungen illegal sind und drohte mit ähnlichen Durchsuchungen an britischen Flugzeugen.

Die ICAO ist eine Organisation der Vereinten Nationen mit 192 Mitgliedstaaten, die sich auf gegenseitig anerkannte Standards für alle Bereiche des internationalen zivilen Luftverkehrs einigen.