Die Webseite Ukraina.ru behauptet, dass der Ukraine, wegen der Schließung eines Wasserkanals auf der Krim, eine schwere Dürre bevorsteht. Wegen der Blockade des Nord-Krimwasserkanals würde sich die Ukraine selbst zerstören und Trinkwasser verlieren, erklären RIA Novosti, Novostnoye Agentstvo Kharkov, Gosnovosti und andere russische Seiten

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Website screenshot Ukraina.ru

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Website screenshot Gosnovosti

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Website screenshot Novostnoye Agentstvo Kharkov

Zu den Fakten: Am 26. April schloss die Ukraine die Schleusen des Nord-Krim-Kanals und stoppte die Wasserversorgung vom Dnipro, dem größten Zufluss, zur annektierten Halbinsel.

Nach dem ukrainischen hydrometeorologischen Zentrum, einer Staatsagentur, die die Verfügbarkeit und den Wasserverbrauch im Land verfolgt, ist die Absperrung der Wasserversorgung auf die Krim kein Problem für das ukrainische Festland. Im Gegenteil, die Ukraine wird selbst mehr Wasser haben.

Laut Radio Liberty leidet die Krim, die von Russland im Jahr 2014 annektiert wurde, momentan unter Wassermangel. Das landwirtschaftliche Bewässerungsprogramm wurde durch den ukrainischen Wasserstopp stark beeinträchtigt. Im Jahr 2014 hatte die Krim noch 140.000 Hektar landwirtschaftlich bewässertes Land. Aufgrund des Wassermangels ist die Krim heute nur in der Lage knapp 13.000 Hektar zu bewässern.

Lokale Wasserquellen auf der Krim können insgesamt nur 15 % des Bedarfs der Insel decken. Deswegen erhielt die Halbinsel knapp 85% ihres Süßwassers durch den Nord-Krim-Kanal, der in Jahren 1961-1971 errichtet wurde. Der Kanal streckt sich vom Kakhovka-Reservoir in der Südukraine bis zur Meerenge Kertsch auf der Krim.

Nachdem Russland die Krim annektiert hatte, lieferte die Ukraine weiter Frischwasser auf die Halbinsel, ohne dafür aber eine finanzielle Vergütung zu erhalten. Der Streit zwischen der Ukraine und der von Russland annektierten Halbinsel Krim eskalierte daraufhin. Die Ukraine installierte im Mai 2014 einen vorläufigen Wasserdamm im Oblast Kherson, der 2017 endgültig fertig gestellt wurde. Leider gab es keine Einigung zwischen den Parteien, weswegen Ende April 2017 die Ukraine ihre Wasserversorgung für die besetzte Krim einstellte.